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Logistik

CBM- & Volumengewicht-Rechner

Berechnen Sie Kubikmeter (CBM) und das volumetrische Gewicht für See-, Luft- und LKW-Fracht aus Länge, Breite, Höhe und Stückzahl.

Auf den Punkt

CBM (Cubic Meter) ist die Volumenangabe in Kubikmeter und Standard-Maßeinheit der Seefracht. Berechnung: Länge × Breite × Höhe in Metern × Anzahl. Das frachtpflichtige Gewicht (volumetrisches Gewicht) ist der höhere Wert aus tatsächlichem Gewicht und Volumengewicht — bei Luftfracht 1 m³ = 167 kg (IATA 1:6000), bei Seefracht 1 m³ = 1.000 kg (1:1000) und bei LKW-Fracht 1 m³ = 333 kg (1:3000).

Ergebnis

Volumen gesamt– m³
Tatsächliches Gewicht– kg
Volumengewicht– kg

Frachtpflichtiges Gewicht

– kg

Was ist CBM- & Volumengewicht?

CBM steht für „Cubic Meter" und bezeichnet das Volumen einer Sendung in Kubikmetern. Es ist die universelle Maßeinheit der Seefracht und für LCL (Less than Container Load) preisbestimmend. Da leichte, voluminöse Sendungen den Frachtraum stärker belasten als ihr Gewicht vermuten lässt, kalkulieren Frachtführer mit dem volumetrischen Gewicht — einem fiktiven Gewicht, das durch Multiplikation des Volumens mit einem Umrechnungsfaktor entsteht. Der Frachtpreis ergibt sich dann aus dem höheren Wert: tatsächliches Gewicht oder volumetrisches Gewicht („Whichever is higher").

Wann brauchen Sie dieses Tool?

Sie benötigen den CBM-Rechner für jede internationale Sendung, deren Frachtkosten von Volumen oder Volumengewicht abhängen. Konkret: Angebotsvergleich verschiedener Spediteure (alle rechnen mit dem höheren Wert); Entscheidung LCL vs. FCL — ab ca. 12–15 CBM wird ein 20-Fuß-Container günstiger als die LCL-Sammelladung; Kalkulation der Stückkosten in der Landed-Cost-Rechnung; Verpackungsoptimierung — eine Reduktion von 10 cm in der Höhe kann bei 1.000 Stück mehrere hundert Euro Frachtkosten sparen; Auswahl zwischen Luft- und Seefracht (Tipping Point liegt bei ca. 150–200 kg / 1 CBM).

So funktioniert die Berechnung

Volumen (CBM) = Länge (m) × Breite (m) × Höhe (m) × Stück

Frachtpflichtiges Gewicht = höherer Wert aus tatsächlichem Gewicht und Volumengewicht.

  • Seefracht (LCL): 1 CBM ≙ 1.000 kg
  • Luftfracht (IATA): 1 CBM ≙ 167 kg (1:6000 cm³/kg)
  • Straßenfracht: 1 CBM ≙ 333 kg (1:3000 cm³/kg)
  • Kurier: 1 CBM ≙ 200 kg (1:5000 cm³/kg)

Schritt für Schritt

  1. 1

    Verpackungsmaße erfassen

    Messen Sie Länge × Breite × Höhe der äußeren Verpackung in Zentimetern. Erfassen Sie alle Versandkartons inkl. Palettenüberstand. Bei Paletten: gepalettierte Höhe einschließlich Palette.

  2. 2

    In Meter umrechnen

    Teilen Sie jede Dimension durch 100. Beispiel: 50 cm × 40 cm × 30 cm = 0,50 m × 0,40 m × 0,30 m.

  3. 3

    CBM pro Karton berechnen

    Multiplizieren Sie die drei Dimensionen: 0,50 × 0,40 × 0,30 = 0,06 m³ pro Karton.

  4. 4

    Gesamtvolumen ermitteln

    Multiplizieren Sie den CBM-Wert pro Karton mit der Stückzahl. 100 Kartons × 0,06 m³ = 6,0 m³ gesamt.

  5. 5

    Volumetrisches Gewicht berechnen

    Seefracht: CBM × 1.000 = kg. Luftfracht (IATA): CBM × 167 = kg. LKW-Fracht: CBM × 333 = kg. Express-Kurier (z. B. UPS, FedEx): häufig 1:5000, also CBM × 200 = kg.

  6. 6

    Frachtpflichtiges Gewicht festlegen

    Vergleichen Sie tatsächliches Bruttogewicht mit volumetrischem Gewicht. Der höhere Wert ist die Berechnungsgrundlage des Spediteurs („chargeable weight").

  7. 7

    Frachtkosten ermitteln

    Frachtkosten = frachtpflichtiges Gewicht × Tarif je kg (Luft) bzw. CBM × Tarif je CBM (See LCL) bzw. fester Container-Preis (FCL).

Beispielrechnungen

Seefracht LCL: 50 Kartons Möbel, je 60 × 40 × 35 cm, 8 kg/Stück

Maße pro Karton 0,60 × 0,40 × 0,35 m
CBM pro Karton 0,084 m³
Anzahl 50 Stück
Gesamtvolumen 4,20 m³
Tatsächliches Gewicht 400 kg
Volumengewicht (× 1.000) 4.200 kg

Rechnung: Frachtpflichtig: max(400 kg; 4.200 kg) → CBM-basiert berechnet. Bei 110 €/CBM: 4,20 × 110 = 462 € reiner Frachtkostenanteil.

Frachtpflichtig: 4,20 CBM bzw. 4.200 kg (volumetrisch)

Luftfracht: 30 kg Elektronikbauteile, 1 Karton 50 × 40 × 25 cm

Maße 0,50 × 0,40 × 0,25 m
CBM 0,050 m³
Tatsächliches Gewicht 30 kg
IATA-Volumengewicht (× 167) 8,35 kg

Rechnung: Frachtpflichtig: max(30 kg; 8,35 kg) = 30 kg. Bei 4,80 €/kg: 30 × 4,80 = 144 € Grundfracht.

Frachtpflichtig: 30 kg (tatsächliches Gewicht)

Häufige Fehler

Innenmaße statt Außenmaße verwendet

Spediteure berechnen immer nach Außenmaßen der Verpackung. Wer Innenmaße misst, unterschätzt das CBM um typisch 5–10 %, was bei Großmengen mehrere hundert Euro pro Sendung kostet.

Palettenüberstand ignoriert

Ragen Kartons über die Palettenkante hinaus, wird die größte Außenkante als Maß angesetzt — nicht das Palettenmaß. Eine EUR-Palette 80×120 mit Überstand auf 90×125 cm wird mit 90×125 berechnet.

Falsche Umrechnung Luftfracht

IATA hat 2017 den Standardteiler von 1:6000 auf 1:6000 cm³/kg umgestellt (umgerechnet 1 m³ = 167 kg). Frühere 1:5000-Werte sind nur noch bei einzelnen Kuriersendungen üblich. Prüfen Sie immer die Tarifgrundlage Ihrer Spedition.

CBM-Vergleich ohne Tarif-Zuschläge

Die Basisfracht ist nur die halbe Wahrheit. BAF (Treibstoff), CAF (Währung), THC, ISPS, LSS und Hafengebühren erhöhen die effektive CBM-Rate häufig um 30–60 %. Beim Angebotsvergleich immer den All-in-Preis ansetzen.

Stapelbarkeit ignoriert

Nicht stapelbare Ware (NON STACK) erhält im Schiff einen zusätzlichen Frachtaufschlag von 25–50 %, da der darüberliegende Raum nicht nutzbar ist. Bei der CBM-Kalkulation muss dieser Aufschlag mitgerechnet werden.

Rechtliche Grundlagen

  • IATA TACT Rules — Air Cargo Volumetric Standards

    Verbindlicher Standard für die Luftfracht-Volumenberechnung (1:6000).

    Quelle ansehen ↗
  • FIATA — Standard Trading Conditions

    Internationale Spediteur-Standards inkl. Volumengewichtsregeln.

    Quelle ansehen ↗
  • CMR-Übereinkommen — Internationaler Straßengütertransport

    Rechtsgrundlage für LKW-Fracht 1:3000.

    Quelle ansehen ↗

Wichtige Begriffe

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen tatsächlichem und volumetrischem Gewicht?

Das tatsächliche Gewicht ist die mit der Waage gemessene Masse. Das volumetrische Gewicht ist ein Fiktiv-Gewicht, das den Frachtraumverbrauch je Verkehrsträger abbildet. Spediteure berechnen die Fracht nach dem jeweils höheren Wert.

Wann lohnt sich ein eigener Container statt LCL?

Ab ca. 12–15 CBM bzw. 12 t Gewicht wird ein eigener 20-Fuß-Container (FCL) günstiger als die LCL-Konsole. Hinzu kommen Vorteile: kürzere Transitzeit, weniger Umladungen, geringere Beschädigungswahrscheinlichkeit.

Wie viel CBM passen in einen 20-Fuß-Container?

Theoretisch: 33,2 m³ Ladevolumen. Realistisch nutzbar mit EUR-Paletten: 28–30 m³ wegen Ladelücken. Bei sperrigen, nicht stapelbaren Gütern oft nur 18–22 m³.

Was bedeutet „chargeable weight"?

Das auf der Rechnung der Spedition angesetzte „chargeable weight" oder „frachtpflichtige Gewicht" ist der höhere Wert aus Brutto-Gewicht und volumetrischem Gewicht. Bei Luftfracht häufig in kg, bei Seefracht in „W/M" (weight or measurement, also kg oder m³ — was höher zählt).

Wie hoch ist das CBM einer EUR-Palette?

Eine EUR-Palette 80 × 120 cm mit 100 cm Stapelhöhe (Standard für Luft- und Schiff): 0,96 m³. Mit 140 cm Stapelhöhe (LKW): 1,34 m³. Mit 180 cm Hochstapelung: 1,73 m³.

Was ist der „Stowage Factor"?

Der Stauungsfaktor (m³/t) eines Gutes gibt an, wie viel Volumen eine Tonne tatsächlich beansprucht. Ein hoher Stauungsfaktor (z. B. Federn: 5–8 m³/t) bedeutet hohes Volumen pro Gewicht — daher fast immer volumengewichtsbasiert.

Gilt der CBM-Wert auch im Trucking?

Ja. LKW-Spediteure rechnen mit dem höheren Wert aus tatsächlichem Gewicht und 1 m³ = 333 kg (1:3000). Manche Anbieter verwenden alternativ Lademeter (LDM): 1 LDM = 1.750 kg bei voller Laderaumhöhe.

Stand: 18. Mai 2026 · Redaktion aussenhandelshub.de

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